Über den Biber
Der Biber der Informatik ist ein in mehreren Ländern durchgeführter Wettbewerb. Er dient in erster Linie der Förderung des Interesses an der Informatik. Der Wettbewerb findet üblicherweise auf PCs im Unterricht statt und soll als Spaß mit Rätselcharakter motivieren und keinesfalls als Test durchgeführt werden. Die Fragen und Teilbereiche der Informatik werden daher in erster Linie aufgrund ihrer Faszination für das Fach ausgewählt, sie sind daher auch auf die Altersgruppen und nicht auf den Unterrichtsstoff abgestimmt.
Es gibt 4 Schulstufen mit unterschiedlichen Aufgaben:
5. bis 6. Schulstufe
7. bis 8. Schulstufe
9. bis 10. Schulstufe
11. bis 13. Schulstufe
In jeder Altersgruppe gibt es Aufgaben mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad. Als Faustregel gilt, dass die 3-Punkte-Aufgaben jedenfalls von allen TeilnehmerInnen in der zur Verfügung stehenden Zeit zu lösen sein sollten, die 4-Punkte-Aufgaben gegebenenfalls nicht mehr von allen und die 5-Punkte-Aufgaben in der knapp bemessenen Arbeitszeit nur von den besten. Bei den Aufgaben der 5. bis 8. Schulstufe (Benjamin) wird davon ausgegangen, dass die daran teilnehmenden SchülerInnen noch keinen regulären Informatikunterricht besucht haben müssen.
Generell sind die Aufgaben abwechslungsreich und regen zum Nachdenken an um Problemstellungen in und mit der Informatik zu lösen.
Erstellung der Aufgaben
Die Aufgaben werden jährlich von einem internationalen Komitee von Informatik Fachleuten und PädagogInnen erstellt und dann an die speziellen Erfordernisse der teilnehmenden Länder angepasst. Dies hat zur Folge, dass auf individuelle nationale Lehrpläne kaum Rücksicht genommen wird, und die vertretenen informatischen Teilbereiche einem Konsens zwischen den teilnehmenden Nationen entstammen.
Die Fachgebiete der Fragen
Algorithmisches Denken, Darstellung von Informationen, Verwenden von Computersystemen, Strukturen, Muster, Anordnungen, Rätsel, IT und Gesellschaft
Gender
Es wird davon ausgegangen, dass Informatik-Inhalte als geschlechtsneutral anzusehen sind. Andererseits ist es aber klar, dass Texteinkleidungen mit Realbezug sehr sensibel gestaltet werden müssen. Sowohl bei der Aufgabenauswahl als auch bei der Formulierung wird daher größtmögliche Rücksicht auf höchste Sensibilität sowohl zu Genderfragen als auch zu sonstigen kulturellen Hintergründen genommen. Es wird bewusst darauf geachtet, dass stereotype Aufgabenzuordnungen vermieden werden, dass männliche und weibliche Akteure etwa gleich oft in den Texten genannt werden, und dass die Namen der auftretenden Figuren einen kulturellen Mix widerspiegeln.